03: Hvammstangi

Fortsetzung der Reise:

27. August 2021: Hvammstangi

Hvammstangi hat ca. 570 Einwohner. Die Gemeinde liegt am Midfjördur. 1895 wurde der Ort erwähnt als offizieller Handelsplatz.

Handelshaus

Oberhalb von Hvammstangi wurden Reste einer Burg gefunden, welche in Wikingersagen erwähnt wurde. Man weiss allerdings nicht genau, wann sie gebaut wurde. Im Ort findet man alles was man zum Leben braucht: die Landesbank, eine Poststelle und Tankstelle sowie eine Vinbudin. Die Kirche aus dem Jahr 1957 steht etwas oberhalb direkt bei den Schule.

Die Kirche

…und die Schule

Direkt beim Hafen ist eine grosse Holzhandlung und gleich dahinter gibt es ein sehr gutes Speiserestaurant.

Das Restaurant

Im gleichen Gebäude befindet sich ein Robbenmuseum. Die Ausstellung ist schön aber sehr übersichtlich.

Seals Museum

Es gibt auch ein Hotel und mehrere weitere Übernachungsmöglichkeiten sowie einen Campingplatz.

Das Hotel

Die meisten Häuser sind gut im Schuss und liebevoll gepflegt.

So bleiben wir heute hauptsächlich im Ort und kaufen uns im Kidka (Fabrikladen für isländische Wollwaren) noch 2 Jacken und fahren anschliessend nochmals die Vatsnes Runde , aber in die andere Richtung. Es windet heute den ganzen Tag sehr stark bei bewölktem Himmel und 18 Grad.

Morgen fahren wir weiter.


26. August 2021: Koluglfoss

Heute fahren wir zu einem weiteren Wasserfall, dem Koluglfoss.

Man kann sehr gut zu diesem Wasserfall zufahren und auch sehr nahe heran gehen. Der Fluss Vididalsa fällt hier in mehreren Stufen 40–50 Meter in die Schlucht Kougljufur. Die Schlucht ist knapp 1000 Meter lang und wurde von der Trollfrau Kola gegraben. Sie hat in früheren Zeiten in dieser Schlucht gelebt. Ihr Grab ist auf einer Wiese des nahegelegenen Bauernhofes Kolugil auf dem Fleck Koluholl. Sie wurde mit ihren ganzen Reichtümern begraben.

Wir fahren auf der ungeteerten Strasse 715 bis zum Wasserfall. Es hat sehr wenige Leute, allerdings kommt uns auf dieser nicht soooo breiten Strasse eine Reisebus entgegen. Reykjavik Tours hat einigen Gästen diesen Wasserfall gezeigt. Aber nun sind sie wieder weg und eine Ausweichbucht ist auch grad zur Hand.

Wenn man sich getraut kann man wirklich sehr, sehr nahe zum Wasserfall. Wir gehören zu den weniger Mutigen, haben aber trotzdem sehr schöne Ausblicke. Fotografieren macht hungrig und so nehmen wir ein kleines Zvieri an einem der Tische und geniessen den Ausblick. Ab und zu zeigt sich die Sonne, es hat 18 Grad.

Weil es noch recht früh am Nachmittag ist, fahren wir noch auf einer weiteren Strasse in Richtung Süden bis die Strasse dann in eine sogenannte „F–Strasse“ mündet. Diese Fjäll Strassen sind sehr rau, teils muss man Flüsse durchqueren und für Mietwagen ausdrücklich verboten. Eventuelle Schäden an der Karosserie kann man auf Island nicht versichern. Wir fahren also wieder zurück nach Norden aber auf einem anderen Weg. Das Gebiet hier ist Weideland für Schafe und Pferde. Es gibt einige Bauernhöfe und so zufällig finden wir noch 2 grosse Schopftintlinge. Die passen doch wunderbar zu unserem Fohlenfilet welches wir zum Abendessen vorgesehen haben.

25. August 2021: Vatnsnes Halbinsel

Wir haben gut geschlafen nach dieser langen Reise gestern. Nach dem Frühstück gehen wir erst einkaufen. Der Laden ist grad über die Strasse. Man kann fast alles kaufen: Lebensmittel, Getränke, Geschirr, Gesellschaftsspiele, Kinderkleider. Und gleich nebenan ist die Vinbudin und ein Do it yourself Laden.

Wir spazieren noch ein wenig herum und entdecken auch das Restaurant Sjavarborg. Es wurde uns von unserem Vermieter als ausgezeichnet empfohlen und auch die Räumlichkeit sieht gut aus. Zudem liegt es direkt am Meer.

Zunächst aber gehen wir zum Haus, verstauen die Einkäufe und fahren dann los. Wir wollen heute die Vatnsnes Halbinsel umfahren und die verschiedenen Sehenswürdigkeiten ansehen. Die Strasse wird bald einmal ungeteert, ist aber gut zu befahren. Hier hat es hauptsächlich Natur, Schafe und Seehunde. Wir halten immer mal wieder an, die Fernsicht ist fantastisch. Das Wetter zeigt sich von der schönen Seite. Schliesslich kommen wir nach Illugastadir. Das ist ein Bauernhof mit Camping. Zudem gibt es hier Seehunde. Also raus aus dem Auto, Fernglas umhängen und Fotoapparat mitnehmen. Wir spazieren, mit ein paar anderen, dem Meer entlang bis wir dann die Seehunde entdecken. Sie liegen faul auf den Steinen etwa 50 Meter vom Ufer entfernt. Mit dem Fernglas kann man sie gut beobachten.

Wir fahren weiter. Unser nächstes Ziel ist der Hvitserkur. Der Name bedeutet „weisser Kittel“. Er ist ganz weiss von den Vogelexkrementen. Es ist ein Basaltfelsen oder…..Vielleicht ist es doch ein Troll, der vom Sonnenaufgang überrascht und versteinert wurde. Auf alle Fälle steht dieser Felsen im wunderbaren Hunafjördur wo der Fluss Hunavatn ein riesiges Schwemmland aufgebaut hat.

Vor unserer Weiterfahrt kommen wir noch ins Gespräch mit einem Aargauer Ehepaar. Sie sind mit dem eigenen VW Bus unterwegs und erzählen uns ein bisschen über das Verschiffen und die Campingplätze hier auf Island. Sie bleiben 2 Monate.

Wir fahren weiter, zweigen auf eine weitere Nebenstrasse ab. Diese ist allerdings sehr rau. Wir halten noch an 2 Aussichtspunkten an und beschliessen dann, den Besuch des Wasserfalls Koluglfoss auf morgen zu verschieben.

Zudem werden wir heute mal nicht selber kochen sondern ins Restaurant gehen. Wir sind kurz nach 17 Uhr im Restaurant, müssen uns registrieren und bekommen einen Tisch für zwei. Wir bestellen den Tagesfisch (Kabeljau) und Lachs jeweils mit Beilagen. Dazu erhalten wir gratis eine Flasche Wasser und bestellen noch 2 Glas Hauswein. Das Essen ist wunderbar gekocht und auch angerichtet. Ein Cappuccino und ein Espresso runden das Ganze ab. Wir bezahlen Fr. 96 Trinkgeld inklusive. Es war sehr gut. Das Restaurant ist auch gut besucht, der Service hervorragend. Empfehlenswert!

24. August 2010: Ein Wal beim Picnic

Von Isafjordür nach Hvammstangi

Untitled photo

Heute fahren wir zu unserer nächsten Unterkunft. Gegen halb 10 ist das Haus geputzt, die Wäsche gewaschen und getrocknet und der Müll in der Tonne. Dies ist ein „Self cleaning house“. Wir fanden es sauber vor und verlassen es auch so.

Der Tageswasserfall unterwegs

Es ist immer noch sehr regnerisch hier in Isafjördur. Aber je weiter wir uns nach Osten bewegen, desto schöner wird das Wetter. Wir halten bei einer Seehundkolonie welche vor der Küste liegt. Aber die Tiere sind zu weit weg, um sie zu fotografieren. Die Aussichten sind einfach grossartig, Autos fahren sehr wenige. Die Temperatur steigt bis 22 Grad, es wird ja richtig heiss! So fahren wir wiederum jeden Fjord aus, mal hin mal her. Bei einem Rastplatz machen wir einen kleinen Halt und essen eine Kleinigkeit. Und dann sehen wir einen Wal, welcher ruhig fjordauswärts schwimmt. In regelmässigen Abständen taucht er auf, atmet und verschwindet wieder für einen Augenblick bis er dann ganz verschwindet. Wir vermuten, dass es ein junger Humpback Wal ist.

Rastplatz mit Whale Watching

Weiter geht die Reise über Hochebenen, an Wasserfällen und Schafen vorbei. Vereinzelte Höfe „stehen“so in der Landschaft rum. Überall liegen Heupäckchen. In Holmavik tanken wir unser Auto und biegen dann auf die Strasse 68 ab. Was dann kommt ist wahrscheinlich eine der schönsten Gegenden in ganz Island. Wir haben eine unglaubliche Fernsicht, sehen blaue Berge und wunderschöne Wolken. Es ist unglaublich schön. Die Strasse ist erst noch geteert dann endet der „Malbik“. An einer Stelle halten wir an, um Fotos zu machen und werden sofort von den Seeschwalben „attackiert“.

Hier herrschen Seeschwalben

Schliesslich mündet die 68 in die Ringstrasse 1 ein. Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Hvammstangi. Kaum auf der Ringstrasse gibt es wieder furchtbar viel Verkehr. Etwa alle 5 km kommt uns ein Auto entgegen…

Unser Zuhause für die nächsten 4 Tage

Unser Zuhause für die nächsten 4 Nächte ist leicht zu finden: es ist das blaue Haus. Der Vermieter erwartet uns und zeigt uns alles. Es hat 2 Etagen: unten sind die Küche und das Bad und oben das Schlaf/Wohnzimmer. Es ist klein, aber gut eingerichtet. Wir werden uns wohlfühlen.

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