01: Arnarstapi

Fortsetzung der Reise:

19. August 2021: Der letzte Tag in Arnarstapi

Die Steilküste bei Londrangar

Heute morgen ist das Wetter so trüb, dass wir nach dem Aufwachen gleich weiter schlafen. Die Wolken hängen an den Bergen, man sieht nichts. Also wird gemütlich zmörgelet und gelesen. Gegen 13 Uhr klart es dann auf und wir setzen uns ins Auto. Zuerst besuchen wir Londrangar. Bei unserem letzten Besuch in Island haben wir diese Sehenswürdigkeit ausgelassen, es hatte zu viele Leute. Heute geht es viel ruhiger zu. Der Weg zu Londrangar führt erst einen kleinen Hügel hinauf. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Steilküste. Hunderte Möwen fliegen und kreischen zwischen den Felsen. Da ist etwas los! Die Felsen sind ein Brutgebiet für Eissturmvögel, Papageientaucher, Trottellummen und Dreizehen – Möwen. Die Papageientaucher verlassen Island aber meistens Mitte August. Leider!


Londrangar und Vögel

Weiter geht es der Steilküste entlang. Der Weg führt über alte mit Flechten bewachsene Lavafelder.


Londrangar, Fels 1

Londrangar sind zwei Felsnadeln von 75 und 61 Metern welche ursprünglich Teil eines Kraters waren. Natürlich ist diese Gegend auch von Elfen bewohnt und die Bauern liessen und lassen ihre Tiere hier nicht weiden.


Londrangar, Fels 2

Wir besuchen noch das Besucherzentrum in Malariff, fahren dann aber bald weiter. Unser Weg führt uns nochmals um die Spitze der Snaefellshalbinsel. Die Sonne zeigt sich ab und zu. Es ist ein prächtiges Farbenspiel.


Flechten, Moos und Londrangar

In Olafsvik halten wir kurz am Hafen bevor wir wieder auf dem Snaefellsvegur (Strasse 54) durch die Berge fahren.


Der Hafen von Olafsvik

Unseren letzten Abend lassen wir bei einem guten Essen und einem Bad im Hot Tub ausklingen. Morgen fahren wir weiter in die Westfjorden nach Isafjördur.


18. August 2021: Im Norden siehst du die Südküste der Westfjorden

Die Kirche von Budir

Heute ist es angenehm warm (16 Grad) und es soll keinen Regen geben. Wir fahren los, unser Ziel ist eine Rundtour via Stykkisholmur. Wir fahren auf die Strasse 54 und zweigen bald ab in Richtung Budir. Da gibt es ein Hotel und eine Kirche mit Friedhof. Zudem kann man wunderbar in den Sanddünen spazieren und Vögel beobachten. Es hat relativ viele Leute. Wir spazieren zum Meer und geniessen die frische Luft und die Aussicht.


Sanddünen und Meer bei Budir

Wieder zurück auf der 54 fahren wir an Pferden und Schafen vorbei und an Schafen und Pferden sowie an Pferden und Schafen…Gerüchten zu folge gibt es ja mittlerweile in Island etwa 5 Mal soviele Schafe wie Einwohner.


See beim Sheep’s Waterfall

Schon bald erreichen wir die Abzweigung in Richtung Hjardalfell und Stykkisholmur. Wir halten beim Sheep’s Wasserfall. Von der Strasse aus sieht man den Wasserfall nicht, aber man hat eine grossartige Weitsicht.


Sheep’s Waterfall

Kirche von Stokkisholmur

Das Innere der Kirche

Stykkisholmur ist eine Stadt mit 1200 Einwohnern. Zudem legt hier die Fähre zu den Westfjorden ab. In Stykkisholmur gibt es viele alte Häuser und etwas ausserhalb eine grosse, auffällige Kirche aus Beton. Sie wurde 1990 eingeweiht. In der Kirche gibt es 300 Sitzplätze, eine Clais–Orgel und es finden viele Konzerte statt.


Der Hafen von Stokkisholmur

Dann fahren wir hinunter zum Hafen,setzen uns auf eine Bank und trinken Tee und knabbern wieder Nüsschen. Gestärkt wagen wir den Aufstieg zur Insel Sugandisey, welche seit einigen Jahren über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Der Lavaklotz war in früheren Jahren ein guter Schutz gegen feindliche Seefahrer und noch heute schützt er die Stadt vor Wind und Wellen.


Blick in Richtung Westfjorden

Das Wetter meint es gut mit uns, die Sonne scheint und so haben wir eine wunderbare Sicht über den Breidafjördur und sehen im Norden die Südküste der Westfjorden. Am Himmel zischen die Möwen im Tiefflug über die Touristen. wunderbar!!! Wieder zurück steigen wir ins Auto und fahren zur nächsten Tankstelle. Nach einigen Startschwierigkeiten und weil der Tankautomat nur isländisch mit uns spricht, können wir dann tanken. Tankstellen sind in Island nicht so verbreitet und man sollte immer darauf achten. Der Liter Bleifrei 95 kostet zur Zeit knapp Fr. 2.


Der weltberühmte Kirkufjell

Unsere Weiterfahrt führt uns vorbei an alten mit Flechten besiedelten Lavafeldern bis nach Grundafjördur. Dort steht der weltberühmte, viel fotografierte Kirkjufell, ein 463 Meter hoher Berg mit sehr charakteristischer Form.


Kirkufjellsfoss

Etwas weiter westlich befindet sich der Kirkjufellsfoss. Ein mehrteiliger Wasserfall direkt neben der Strasse. Somit gehört er auch zu den meist besuchten Orten. Auch heute ist das so, es gibt recht viele Leute. Leider befolgen die Besucher nicht immer die notwendigen Regeln und übersteigen Absperrseile oder picknicken auf der abgesperrten Wiese. Aber wir finden ein schönes und gutes Plätzchen, um ein paar Fotos zu machen. Wir folgen weiter der Strasse 54 (Snaefellsvegur). Die Strasse führt wiederum quer durch die Berge, ist wunderbar ausgebaut und kaum befahren. Gegen 17 Uhr sind wir wieder zu Hause und setzen uns in unseren 39 Grad warmen Hot Tub.


17. August 2021: Eine kleine Rundtour

Oberhalb Arnarstapi

Gegen 8 Uhr stehen wir auf. Es hat etwas Nebel und regnet leicht. Am ersten Tag braucht alles seine Zeit, so frühstücken wir mal ausgiebig und fahren gegen 12 Uhr erst los. Wir wollen auf der Strasse 570 über das Hochland nach Olafsvik fahren und dann die Spitze der Snaefellshalbinsel umrunden.


Kurz nach Arnarstapi zweigt die Strasse ab, sie ist nicht geteert und es geht schon bald recht steil nach oben. Kein Problem für unseren Allrader. Wir halten an einem ersten Aussichtspunkt mit Blick zur Küste. Auch mit leichtem Nebel sind die Farben wunderschön.


Eingang zum Sönghellir

Etwas weiter oben geht es zur Sönghellir (Singhöhle). Ein kurzer Fussweg führt zur Höhle mit dem wunderschönen Echo. Der Eingang zur Höhle ist niedrig, aber drinnen ist sie so um die 7 Meter hoch. Eine Familie aus Deutschland/Italien singt mit den Kindern schon ganz munter und auch wir versuchen es. Lustig!


Flussbett

Die rauhe Strasse führt stetig nach oben. Es gibt viel zu sehen. Zum Glück sind nur einige wenige Fahrzeuge unterwegs. Leider ist es immer noch sehr neblig. Aber wir steigen aus und spazieren in einem breiten Flussbett und können die Ausläufer des Snaefellsjökull doch ein wenig sehen. Es ist still hier oben.


Snaefellsjokull

Beim Tindafellsgil entdecken wir 2 schöne Wasserfälle. Nicht so spektakulär, aber sehr gefällig. Dann geht die Strasse wieder hinunter ans Meer und wir erreichen Olafsvik. Leider hat die Bäckerei in der wir vor 3 Jahren Kuchen gegessen haben, geschlossen. So wie es aussieht, dauerhaft. Also gehen wir in den Supermarkt welcher ein überraschend gutes Sortiment hat und kaufen noch ein paar fehlende Lebensmittel.


2 Wasserfälle

Kurz nach Hellissandur zweigen wir in Richtung Meer ab. Dort gibt es einen wunderschönen Sandstrand mit schwarzen Felsen. Heute sind wir fast alleine. Ein Picnic Tisch lädt uns zum Verweilen ein und wir knabbern Erdnüsse und trinken Tee. Es gibt wenige Sandstrände auf der Halbinsel. Bei diesem ist zudem das Baden wegen der sehr gefährlichen Strömung verboten. So gehört er fast ausschliesslich den zahlreichen Möwen und Fregattvögeln.


Strand Skardsvik bei Hellissandur

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So langsam nähern wir uns wieder Arnarstapi. Die Sonne schaut immer öfters hinter den Wolken hervor und es wird ein schöner Abend werden.


16. August 2021: Nach Arnarstapi

Ungewöhnliche Flugroute

Nora holt uns um 9.30 Uhr ab und fährt uns zum Flughafen Zürich. Kurz vor 11 Uhr sind wir eingecheckt, spazieren noch ein wenig draussen an der frischen Luft und warten danach in der Saga Launch auf unseren Abflug. Um 14.10 Uhr ist es dann soweit, wir starten in Richtung Reykjavik. Der Flug ist angenehm, die Getränke auch.


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Wegen des starken Gegenwindes geht der Flug länger als geplant und die Flugroute wird angepasst. So fliegen wir nördlicher der britischen Inseln. Aber beim Anflug auf Island zeigt sich der Vatnajökull von seiner schönsten Seite. Unendlich weit glitzert seine enorme Eisfläche. Herrlich!


Vatnajökull

Im Flughafen Keflavik das gewohnte Bild: Chaos… Durch die strengen Einreise Vorschriften wegen COVID 19, ist das Chaos etwas grösser, aber vielleicht etwas geordneter. Die Meisten stehen völlig gelassen in der langen Schlange welche sich vor der Kontrolle bildet. Hin und her windet sich der Menschenstrom durch die ganze Anflugshalle wie im Europapark zu sommerlichen Spitzenzeiten. Die wenigen ganz Cleveren welche sich ganz ahnungslos vordrängeln wollen, werden von den Sicherheitsleuten ganz nett zurück gewiesen. Eine Passagierin, wahrscheinlich aus Amsterdam, ist weniger zimperlich und sehr ausdrucksstark. Wir erhalten eine Wasserflasche für die Wartezeit. Nach ca. 1 h ist es dann geschafft, unsere Dokumente sind in Ordnung und wir holen unser Auto. Im „Netto“ Keflavik kaufen wir noch ein und machen uns dann gegen 19 Uhr Ortszeit (21 Uhr Schweizerzeit) auf den Weg in Richtung Arnastapi. Das Wetter typisch isländisch: Regen und Wolken wechseln sich mit Sonnenschein, ein hübsches Farbenspiel.


Ungefähr nach 70 Minuten, der Hälfte der Strecke, zweigen wir dann auf den Snaefellsvegur ab. Hier weiden Schafe, meist neben der Strasse…Pferde, Kühe und einige wenige Autos sind noch unterwegs. Es ist auch um 21.30 Uhr noch angenehm hell. Wir finden unser Häuschen ohne Problem. Es ist ein wunderhübsches Holzhaus mit einem riesigen Garten. Wir gönnen uns ein später, einfaches Abendessen und erholen uns zu später, nächtlicher Stunde noch im Hot Tub.


Angekommen!

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