Egontours Wallis 2021-Teil 1 La Fouly


Die anderen Teile der Reise sind hier:


5. Juni 2021: Nebel, Sonne, Regen

Gestern Abend kam dann die Gewitterfront. Aber wir konnten noch draussen grillieren, essen und alles regenfest machen. Erst dann kamen die Blitze und der Regen. Heute morgen gibt es eine kleine Regenpause, das reicht um die Brötli zu holen. Danach lassen wir es regnen und stehen erst gegen 9.30 Uhr auf. Der Regen hört auf. Es wird gemütlich Zmörgelet und gegen 13 Uhr zeigt sich die Sonne und wir machen uns auf den Weg in Richtung Petit Col de Ferret.

Also nur ein kleines Stück, der Pass selbst ist noch schneebedeckt. Da der Weg schon bald schneebedeckt ist, weichen wir über die Wiese aus. Unser Glück! Weil irgendwann knallt es von oben und Gesteinsbrocken fallen mit voller Wucht auf das Schneefeld. Sie kommen von ganz oben und nehmen so richtig Fahrt auf, bevor sie dann aufschlagen. Okey, wir weichen noch weiter aus, gehen zum Bachbett und steigen noch ein Stück bergan. Der Bach hat sehr viel Wasser.

Bald kehren wir um, gehen wiederum einen kleinen Umweg und laden denn Rucksack beim Büssli ab und gönnen uns nochmals ein Bier im Restaurant. Zurück auf dem Camping setzt leider wieder Regen ein. Wir bezahlen unsere Rechnung. Morgen fahren wir weiter. S Znacht gibt es im Bus.

4. Juni 2021: Ufe und Abe

Gestern abend konnten wir wieder Lawinen beobachten. Es ist ein tolles Schauspiel so aus der Ferne. Es gibt zur Zeit viele und auch Steine poltern immer mal wieder in die Tiefe. Bleibt zu hoffen, dass wir auf sicherem Gelände sind.

Heute tut sich die Sonne wieder mal schwer. Aber gegen 12 Uhr ist es dann definitiv soweit. Wir packen unser Solarmodul wieder ein und machen uns auf den Weg Richtung Gletscher. Unterwegs treffen wir wieder auf die lehrreichen Tafeln und zweigen dann ab auf den Bergweg der schlussendlich bei der Cabane de l’A Neuve endet.

Soweit wollen und können wir nicht. Die Aussicht auf den Gletscher geniessen wir, während wir stetig nach oben stapfen. Der Weg führt durch kleine Birkenbäume über Stock und Stein. Der Blick über das Tal ist fantastisch man sieht bis La Ferret wo wir gestern waren. Bei ca. 1800 müM machen wir dann Halt und kehren wieder um.

Bevor wir wieder zum Bus zurück gehen machen wir noch einen kleinen Umweg und geniessen auf einer Bank die Sonne. Heute hat das Restaurant endlich geöffnet und wir kommen zu unserem ersten, gezapften Ferienbier. Noch ein paar Sachen einkaufen und zum Znacht braten wir Bernerwürstchen, dazu Salat und Brot. Was braucht es mehr!

3. Juni 2021: Brücken und Murmeli

Es ist trocken, der Wind hat sich gelegt, der Himmel jedoch bedeckt. Wir lassen uns Zeit, Zmörgele ausgiebig und machen uns dann auf den Weg nach Ferrett. Der Weg dem Bach entlang ist unterbrochen, es fliesst sehr viel Wasser. So gehen wir ein Stück zurück und der Strasse entlang bis zur nächsten Brücke.

Es ist wunderbar ruhig und nur wenige Leute sind unterwegs. Bei der nächsten Brücke machen wir auf ein paar Baumstämmen eine kleine Rast. Mit dem Feldstecher können wir ein paar Murmeltiere am gegenüberliegenden Hang beobachten. Weiter geht es auf der anderen Seite des Bachs durch Wasser und über Stock und Stein.

Dann über die nächste Brücke und nach einem kurzen, sehr steilen Aufstieg sind wir am Ziel. Es gibt etwa 5 Häuser und eine Kapelle welche leider geschlossen ist.

Und offenbar sind wir am Ende der Welt angelangt. Aber man darf mit mit 80km/h dorthin fahren!

Das Hotel und Restaurant sind noch geschlossen. Das Postauto fährt ja auch erst ab dem 19.6. bis hierher. Nach einer kurzen Rast machen wir uns auf dem Heimweg, schauen nochmals den spielenden Murmelis zu und kaufen dann im Laden noch 2 Bier, die wir, nach diesen 9km, genussvoll schlürfen.

2. Juni 2021: Rägewätter

Gestern haben wir noch gemütlich grilliert. In der Nacht zogen dann Gewitter, Regen und böiger Wind auf. Somit war die Nacht nicht so ruhig und erholsam. Das Frühstück geniessen wir im Bus und anschliessend montieren wir noch die Tie downs bei der Markise für bessere Stabilität. Den Morgen verbringen wir lesend, dösend im Bus. Erst gegen 13.30 Uhr raffen wir uns für einen Spaziergang auf. Er führt uns dem Bach entlang bis zum Seilpark, von da durch den Wald nach unten und auf einem anderen Weg wieder zum Seilpark. Dann übers Wehr.

Heute fliesst jede Menge Wasser und die Bäche sind wesentlich höher als gestern. Eine Brücke führt uns wieder zurück in Richtung Camping. Der Weg führt schlussendlich über ein Baugelände… Ein kurzer, erholsamer Spaziergang. Die Prognosen für morgen sollten etwas besser sein.

1. Juni 2021: Gletscher kukken

Nach einer sternklaren Nacht und einem gemütlichen Frühstück spazieren wir in Richtung Gletscher. Der Weg geht moderat bergan, Infotafeln zeigen uns Pflanzen und deren Wirkung. Diese geht über leichte Übelkeit bis kurzem, aber heftigen Durchfall. Zum Glück wächst das Meiste noch nicht wirklich und wir können der Versuchung für ein kleines Probiereli gut widerstehen.

Ab und zu rumpeln ein paar Steine von den Felsen und es gibt auch immer mal einen Lawinenniedergang. Aber sonst ist es absolut ruhig, die Vögel pfeifen, der Kukkuck ruft und der Bach rauscht. Wir sitzen auf einem Stein und lassen die Berge und Gletscher auf uns wirken. Irgendwann überqueren wir den Bach auf einer kleinen Brücke. Dann gehen wie ein Stück bachaufwärts, aber der Weg endet im Nichts.

Weiter gehts ins nächste Gletschertal. Heute morgen haben wir dort Skifahrer gesehen. Langsam geht der Weg nach oben. Schliesslich landen wir beim Bach, es ist wunderbar. Wir sehen auch die abgeschliffenen Felsen wo früher das Gletscherwasser seine tiefen Kerben hinterlassen hat, es ist unwahrscheinlich.

Sehr eindrücklich. Wir schlendern zurück ins Dorf und weil die Beiz unser Geld immer noch nicht will, kaufen wir das Bier im Laden und geniessen den Apéro beim Bus. Heute wird grilliert und morgen schauen wir weiter.

31. Mai 2021: Bilderbuchwetter

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Die Nacht war sternenklar und sehr ruhig. Gegen 8 Uhr stehen wir auf, holen frische Gipfeli. Heute erkunden wir die Umgebung des Campings. Gemütlich spazieren wir zuerst durch das Gelände, dann dem Bach entlang.

Die Aussicht auf den Gletscher ist fantastisch. Das Wetter ebenfalls. Nach einer kurzen Zwischenverpflegung beim Bus geht es dann in Richtung Dorf. Zuerst folgen wir einem Pflanzenlehrpfad, bevor wir wieder umkehren. Bei der Sesselliftstation ist auch die Tourismusinformation.

Wir nehmen eine kleine Broschüre mit. Nun haben wir Durst. Leider haben alle 3 Restaurants geschlossen. So trinken wir das Bier eben bei uns. Wer unser Geld nicht will, soll es lassen. Während des Apéros in der Sonne beobachten wir einen Berner Camper. So wie der manövriert ist das Gerät entweder geklaut oder gemietet. Unsere Beschaulichkeit wird durch ein Grollen gestört. Eine Lawine ergiesst sich durch 2 schmale Spalten auf das darunter liegende Schneefeld. Bald ist wieder Ruhe eingekehrt, nur der Kukkuck ruft ohne Unterbruch.

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30. Mai 2021:Im Paradies

Anreise

Um 10.15 Uhr geht es los. In Gelterkinden plündern wir noch den Bancomaten und fahren dann auf der Autobahn in Richtung Bern. Nach dem Bölchentunnel erwartet uns eine grandiose Sicht auf die Alpen. In Bulle verlassen wir die Autobahn und fahren in Richtung Col des Mosses.

Unterwegs

Heute sind viele Motorradfahrer und Velofahrer unterwegs. Leider fahren nicht alle so wie es sein sollte und so kann der rasante Abfahrer im letzten Moment einen Sturz und ein Rendezvous mit unserer Motorhaube verhindern. Die nächsten Motorradfahrer fahren in der Kurve alle auf meiner Seite, die Hupe funktioniert. Kurz vor dem Pass halten wir an für ein kleines Picnic und fahren dann hinunter nach Aigle.

Col des Moses

Von da fahren wir wieder auf der Autobahn, verlassen diese in Martigny in Richtung Grosser St. Bernhard. Von da an hat es kaum mehr Verkehr auf der Strasse und wir sind gegen 14.30 Uhr am Ende der Welt in La Fouly Camping des Glaciers. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, der Bach rauscht. Wir sind in Paradies

Angekommen!

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